Mando Diao hat sich in Deutschland bereits einen Namen gemacht. Das hat scheinbar den Frontmännern der schwedischen Band nicht gereicht, denn nun haben sie Caligola erschaffen. Das neue Projekt von Gustaf Norén und Björn Dixgard wurde lange geheim gehalten und auch nicht von ihnen alleine realisiert. Mit dabei sind unter anderem die Produzenten des letzten Mando Diao Albums, Masse Salazar und sein Bruder Salla. Sie gelten als Erfinder von schwedischem HipHop und haben sich einen großen Namen in Schweden gemacht. Nun landet die Gruppierung mit „Forgive forget“ einen Hit in den Charts und lassen auf mehr hoffen. Das erste Album trägt den Namen „Back to Earth“ und kann wohl an die Erfolge der Schweden anschließen, denn die Hits darauf haben Potential und sind als Chartstürmer geeignet.
Ein Projekt der 70er führt zu guter Musik
Doch hinter Caligola steckt mehr als eine Band. Es ist ein Künstlernetzwerk, das schon aus den 70er Jahren stammt. Hier geht es darum, Unterschiede beiseite zu legen und nicht nur den Sänger in den Vordergrund zu stellen. Darum besteht das Netzwerk aus Malern, Fotografen, Sängern und anderen Künstlern, die ihre Künste jeweils ergänzen. In dem Musikprojekt, das daraus entstand, steht also keiner so recht im Vordergrund. Und es sind zahlreiche Leute an dem Projekt beteiligt, die sich in den verschiedenen Songs einbringen. Von Schlagzeugern bis hin zu Jazz Saxofonisten, Sängerinnen und Gospelsängerinnen ist auf dem Album von Caligola alles vertreten. Und so vielfältig wie die Musiker ist somit auch die Mischung des Albums. „Back to Earth“ vereinigt Jazz mit Rock, Dance und Soul und auch HipHop ist natürlich auf der CD zu finden. Caligola wollte es mit dem Album schaffen, die musikalischen Grenzen zu verwischen und übergreifend die Genres miteinander zu verbinden.
Alte Bekannte aus deutschen Landen
Abergläubig scheint die Berliner Band nicht zu sein: An einem Freitag den 13. wird im April 2012 das neue Studioalbum der „Ärzte“ erscheinen, mit dem treffenden Namen „auch“. Statt 13 Songs finden sich aber 16 neue Lieder auf dem Werk, in denen sich die Band quer durch alle Themen des heutigen Lebens singt, vom Internet über Kunst bis hin zu stets aktuellen Themen wie Geld, den Geschlechtern, Sex und Freunden. Da finden sich Lieder wie „Tamagotchi“ oder „Miststück“ und es stellt sich gleich im ersten Song die Frage „Ist das noch Punkrock“. Der Stil des Albums ist wie gewohnt rockig und setzen auf die bereits bewährten Beats mit Bässen, Gitarren, Schlagzeug und Co. In der ersten Singleauskopplung „zeiDverschwÄndung“ sorgt nicht nur mit ihrer Schreibweise für Aufmerksamkeit. Die Zeile „Es gibt nichts Besseres zu tun, als die Ärzte zu hör ’n“ ist Programm für das neue Studioalbum des Trios aus der Hauptstadt, das seit 1982 nicht aus der deutschen Musikszene wegzudenken ist.